JU trifft Landrat

25.04.2013

Im Rahmen ihrer Reihe „JU trifft, …“ kam es kürzlich zu einem Gespräch mit dem Landrat Michael Ziche. Auf Initiative des stellvertretenden Vorsitzenden Matthias Lübke soll es ein Wirtschaftsforum der Jungen Union Altmarkkreis Salzwedel imSpätsommer geben, zu dem eine interessante Runde mit einem Vertreter des Wirtschaftsministeriums, dem Landrat und weiteren Persönlichkeiten geplant ist. In Vorbereitung dieser Großveranstaltung wusste der Landrat über viele Punkte der hiesigen Wirtschaft zu berichten. Zahlen sind dabei immer beeindruckend und diese lieferte er auch. Im IHK-Bereich sind rund 5.000 Unternehmen organisiert. Dem Handwerksbereich gehören etwa 1.300 an. Die Landwirtschaft macht mit vier bis fünf Prozent des Bruttoinlandprodukts im Altmarkkreis weniger Prozent aus als in dieser ländlichen Region erwartet. Erschreckend sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Dort sank die Exportquote von dreißig auf zehn Prozent, wobei sie sich mittlerweile wieder bei zwanzig Prozent eingependelt hat. Positiv hingegen ist die Tatsache, dass die Eigenkapitalquote der Unternehmen in der Region sehr stabil ist. Das nächste Jahr wird aus wirtschaftlicher Sicht sehr interessant, da die aktuelle Förderperiode der Europäischen Union Ende 2013 ausläuft und der Kreis dann vom Fördergebiet 1 auf das Fördergebiet 2 herabgestuft wird. In diesem Zusammenhang fielen für die JU-Mitglieder interessante Abkürzungen wie ELER, EFRE oder ESF, die die aktuellen Fördertöpfe für den ländlichen Bereich, die regionale Förderung und die soziale Sicherung und den Arbeitsmarkt wiederspiegeln. Ein wichtiges Thema war in der Gesprächsrunde auch die Infrastruktur. Als Vergleich nannte Ziche hierbei die durchschnittliche Fahrzeit eines Altmärkers zur nächsten Autobahn, die 52 Minuten beträgt, wobei der Bundesschnitt mit 23 Minuten deutlich darunter liegt. Mit Blick in die Zukunft wurde auch der Zweckverband Breitband Altmark erwähnt, der die Dateninfrastruktur zukunftsfest machen soll. Daran hat die Junge Union, die dieses Thema mehrere Jahre ganz oben auf ihrer Prioritätenliste hatte stark beteiligt und in der Anfangsphase einen großen Beitrag geleistet, um den Breitbandausbau voranzutreiben. Deutlich gemacht wurde auch, wie sehr die Altmark, die der Landrat als „verlängerte Werkbank“ bezeichnete von der Nähe zu Wolfsburg und dem dortigen Autobauer partizipiert. Es sind derzeit 28.000 Arbeitsplätze im Altmarkkreis Salzwedel vorhanden, jedoch 36.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer registriert, was durch einen „Auspendlersaldo“ von 8.000 Bürgern, die täglich in Richtung Westen, vorrangig nach Wolfsburg, fahren.

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